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Von Ballerliquids und Purple Drank: Polizei Bamberg klärt auf

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Im Rahmen unserer schulischen Gesundheitserziehung und Präventionsarbeit fand für alle Schülerinnen der 9. Klassen ein Vortrag vom Sucht- und Drogenpräventionsbeamten der Polizei Bamberg statt. Ziel der Veranstaltung war es, unsere Schülerinnen für die gesundheitlichen, rechtlichen und persönlichen Folgen von Drogenkonsum zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen.
Datum:
Veröffentlicht: 15.7.26
Von:
Martin Bahl (Harald Hauck)

Anhand aktueller Beispiele aus der Region machte der Polizeibeamte deutlich, dass der Kontakt mit illegalen Substanzen häufig schneller entstehen kann, als man vermutet. Er erklärte die Unterschiede zwischen legalen und illegalen Drogen, informierte über die rechtlichen Konsequenzen von Drogenbesitz und -konsum und zeigte anhand realer Fälle auf, welche weitreichenden Folgen unüberlegte Entscheidungen haben können.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den derzeit verbreiteten Trends unter Jugendlichen. Nach einer Information, unter welchen Szene- oder Decknamen bestimmte Drogen auf der Straße oder im Internet gehandelt werden, wurden unter anderem sogenannte „Ballerliquids“ sowie der Konsum verschreibungspflichtiger Schmerzmittel wie Tilidin, Oxycodon, Fentanyl, Tramadol oder Nitazene tiefgründiger thematisiert. Der Referent erläuterte eindrücklich, welche erheblichen gesundheitlichen Risiken von diesen Substanzen ausgehen und wie schnell sie zu lebensbedrohlichen Situationen oder einer Abhängigkeit führen können. Auch der Konsum von „Lean“ beziehungsweise „Purple Drank“ wurde als Beispiel dafür aufgegriffen, wie vermeintlich harmlose Trends erhebliche Gefahren bergen.
Darüber hinaus wurde die Rolle sozialer Medien kritisch beleuchtet: Der Polizeibeamte Herr Hoh zeigte auf, wie polarisierende Künstler auf angesagten Plattformen dazu beitragen können, Drogenkonsum als Teil eines vermeintlich attraktiven Lifestyles darzustellen. Dem stellte er die Realität gegenüber: gesundheitliche Schäden, strafrechtliche Konsequenzen und persönliche Schicksale. Besonders dramatisch wurde der Bericht über einen 16-jährigen Jugendlichen aus der Region wahrgenommen, der infolge des Missbrauchs starker Schmerzmittel sein Leben verlor.
Der Vortrag machte deutlich, dass Prävention weit mehr bedeutet als die Vermittlung von Fakten. Sie stärkt die Fähigkeit junger Menschen, Risiken zu erkennen, Gruppendruck zu widerstehen und informierte Entscheidungen für ihre eigene Gesundheit zu treffen. Die Veranstaltung leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Suchtprävention und zeigte den Schülerinnen, wie wichtig es ist, vermeintliche Trends kritisch zu hinterfragen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Ganz nach unserem Motto „Für die starken Frauen von morgen“.
Martin Bahl

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