Lernen mit Hand und Herz:

Möglich wurde dieser besondere Besuch durch das tatkräftige Engagement der Schülerinnen: Sie hatten im Vorfeld fleißig für den Bund Naturschutz in Bayern gesammelt und sich damit diesen außergewöhnlichen Erlebnistag verdient.
Der Weltacker ist 2000 m² groß und repräsentiert damit genau den Anteil der weltweiten Ackerfläche, der statistisch gesehen jedem Menschen auf der Erde zur Verfügung steht. Auf ihm wachsen die 57 wichtigsten Kulturpflanzen der Welt. Er macht auf eindrückliche Weise greifbar, wie knapp und kostbar die Böden sind, von denen wir alle abhängig sind.
Ernte, Dreschen und Buttern
Die Schülerinnen tauchten in die Welt des Ackerbaus ein: Sie erfuhren, wie die Ackerfläche der Erde auf verschiedene Nutzungen verteilt ist, und lernten die wichtigsten Kulturpflanzen kennen. Dann wurde selbst angepackt: Getreide ernten und dreschen wie zu alten Zeiten, ganz mit der Hand.
Doch damit nicht genug: Aus Sahne, die die Schülerinnen in kleinen Gläsern kräftig schüttelten, wurde nach und nach Butter. Diese veredelten die Mädchen anschließend zu einer selbstgemachten Kräuterbutter, die nach übereinstimmendem Urteil der ganzen Gruppe ausgesprochen gut schmeckte. Auch ein vegetarisches Pesto wurde zubereitet und kam bei allen sehr gut an.
Mehr als ein Ausflug
Der Tag auf dem Weltacker war für die Klasse weit mehr als ein Schulausflug: Er verband Biologie, Ernährungs- und Umweltbildung auf praktische und lebendige Weise. Die Schülerinnen kehrten nicht nur mit guten Erinnerungen zurück – sie brachten auch ein neues Bewusstsein für die kostbare Ressource Boden und die globalen Zusammenhänge unserer Ernährung mit.
Jasmin Winkler