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Ein musikalischer Abend voller Persönlichkeit und Klangvielfalt

Flötenkreis
„Zeige dich, wie du bist – und sei, wie du dich zeigst.“ – mit diesem Leitgedanken der Ordensgründerin Maria Ward stand der diesjährige Maria-Ward-Musikabend im März 2026 ganz im Zeichen der persönlichen Entfaltung und musikalischen Authentizität. In der stimmungsvoll gefüllten Aula wurde dieser Anspruch eindrucksvoll lebendig: Die Schülerinnen aus Realschule und Gymnasium nutzten die Bühne, um zu zeigen, was sie in vielen Wochen intensiver Probenarbeit gelernt und erarbeitet hatten – jede auf ihre ganz eigene Weise.
Datum:
Veröffentlicht: 21.4.26
Von:
Tobias Winter (Harald Hauck, red.)

Den feierlichen Auftakt gestaltete das Werkstattorchester unter der Leitung von Irene Gemperlein, das zugleich auch den musikalischen Schlusspunkt des Abends setzte und so einen klanglichen Rahmen schuf. Dazwischen entfaltete sich ein abwechslungsreiches Programm, das die Vielfalt des schulischen Musiklebens eindrucksvoll widerspiegelte.

Die Violinen- und Bratschenklasse unter der Leitung von Magdalena Kuen sowie die Klavierbeiträge führten das Publikum durch unterschiedliche musikalische Stilepochen und Klangwelten. Werke von Ludwig van Beethoven standen dabei ebenso auf dem Programm wie das berührende „Only Time“ von Enya, beide gespielt von  Chloé Schmitt (8. Klasse), oder ein charaktervolles Andantino von Aram Chatschaturjan, gespielt von Anna Vandenbogaerde (5. Klasse). Magdalena Stöhr (5. Klasse) musizierte an der Violine zusammen mit Tobias Winter, der am Klavier begleitete und die musikalische Gesamtorganisation des Abends inne hatte. Felicitas Frank (7. Klasse) spielte Violine und wurde von ihrem Vater am Klavier begleitet. Weiter musizierten Maria Ionita an der Bratsche und Nicoletta Ionita (beide 9. Klasse) am Cello.

Die Klarinetten- und Saxophonklasse unter der Leitung von Christian Reinhard brachte mit ihren Beiträgen neue Klangfarben in das Konzert. Hier musizierten Laura Braungartm, Rieke Henricks (beide 5. Klasse) und Juliana Gimmer (6. Klasse) am Altsaxophon. Dann spielte der Flötenspielkreis unter der Leitung von Irene Gemperlein barocke und programmatische Werke. Besonders hervorzuheben sind hier die festliche Ouvertüre aus dem „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier sowie „Der Frühling“ aus Die vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi, die mit großer Spielfreude dargeboten wurden.

Nach einer wohlverdienten Pause – in der die Abschlussklassen der Realschule mit viel Engagement für die Bewirtung sorgten – ging es mit dem Violinen- und Celloensemble unter der Leitung von Natalia Bondas weiter. Mit dem gefühlvollen „Londonderry Air“ gelang ein besonders stimmungsvoller Wiedereinstieg in den zweiten Teil des Abends.

Auch die Gitarrenklasse (Leitung: Bernhard Uhlenbruck) gab einige Werke zum Besten: Zuerst musizierten Finja Sobotta (8. Klasse), Paula Brütting (6. Klasse), Seraphina Hollmann (10. Klasse) solistisch bevor die Gitarrenklasse zu zehnt gemeinsam mit ihrem Lehrer ruhige und meditative Gitarrenklänge in der Aula verbreiteten.

Die Violinenklasse unter der Leitung von Natalia Bondas trugen mit abwechslungsreichen Beiträgen zum Gelingen des Konzerts bei. Hier reichte das Spektrum von barocken Tänzen wie dem „Rigaudon“ bis hin zu populären Klängen wie „Can You Feel the Love Tonight“ von Elton John. Begleitet wurde dieser Programmpunkt am Klavier von der Gastmusikerin Rada Zagorskaja. Traditionelle Stücke wie „Friling“ rundeten das Programm ab. Das „Duo N.2 opp.180“ von Johannes Kalliwoda brachte Magdalena Ladehoff (12. Klasse) feinfühlig gemeinsam mit ihrer Geigenlehrerin auf die Bühne.

Schließlich gestaltete die Celloklasse unter der Leitung von Ulrike Maria Gossel das Programm aus. Hier musizierten Antonia Fieber (11. Klasse) und Maya Frey (8. Klasse) jeweils mit ihrer Cellolehrerin, bevor das Werkstattorchester den musikalischen Bogen schloss und das Publikum mit einem freudigen Finale verabschiedete.

Der Maria-Ward-Musikabend war damit weit mehr als ein Schulkonzert von Realschule und Gymnasium: Er wurde zu einem lebendigen Ausdruck dessen, was musikalische Bildung leisten kann. Ganz im Sinne Maria Wards zeigten die Schülerinnen Mut, Persönlichkeit und künstlerische Vielfalt – und machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.

Tobias Winter

Musikalischer Maria Ward-Abend

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