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Der Tag des Waldes im Zeichen des Klimawandels

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Auch dieses Jahr waren wir wieder mit unseren 6. Klassen im Bruderwald unterwegs. Dort erwarteten sie Försterinnen mit einem abwechslungsreichen Programm, das an verschiedenen Stationen Wissen, Kreativität und Teamgeist miteinander verband. Im Mittelpunkt stand dabei ein Thema, das uns alle betrifft: der Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere Wälder.
Datum:
Veröffentlicht: 25.7.26
Von:
Martin Bahl (Harald Hauck, red.)

Zu Beginn erkundeten die Schülerinnen die heimischen Baumarten und lernten, diese direkt im Wald zu bestimmen. Dabei wurde schnell deutlich, wie groß der Artenreichtum ist. Es wurden sogar mehrere Arten entdeckt, die ursprünglich aus Nordamerika stammen. Spielerisch erfuhren sie anschließend, warum genau diese Vielfalt so wichtig ist: Unterschiedliche Baumarten stärken und unterstützen sich gegenseitig und machen den Wald insgesamt widerstandsfähiger gegen Schädlinge, Trockenheit und andere Folgen des Klimawandels. Besonders nachdenklich stimmte die Erkenntnis, dass heute in Deutschland nur noch jeder fünfte Baum als vollständig gesund gilt.

An der nächsten Station war Kreativität gefragt. Aus Naturmaterialien, die sie im Wald fanden, gestalteten die Schülerinnen in Teams ihren „Baum der Zukunft“. Dieser sollte mit einer besonderen Superkraft ausgestattet sein, um den Herausforderungen des Klimawandels zu trotzen. Mit viel Fantasie, Engagement und guter Zusammenarbeit entstanden beeindruckende Kunstwerke, die anschließend voller Stolz präsentiert wurden.

Vertrauen stand im Mittelpunkt der nächsten Aufgabe: Blind geführt von ihrer Partnerin ertasteten die Schülerinnen einen Baum und beschrieben ihn anschließend möglichst genau. Dabei zeigte sich, wie wichtig gegenseitige Unterstützung und Verlässlichkeit sind – Werte, die nicht nur im Wald, sondern auch im täglichen Miteinander von großer Bedeutung sind.

Zum Abschluss wartete noch ein besonderes Spiel auf die Gruppe. Es erforderte Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen, um sich als Einzelperson uneigennützig für die Gemeinschaft einzubringen. Genau darin lag auch die Botschaft der Försterin. Sinngemäß betonte sie, dass der Schutz unseres Klimas oft mit wenigen Menschen beginnt, die Verantwortung übernehmen und andere mit ihrem Engagement begeistern. Wer den ersten Schritt wagt, kann viel bewegen - nicht nur für sich selbst, sondern für alle.

Der Waldtag machte eindrucksvoll deutlich, wie eng Natur, Gemeinschaft und Verantwortung miteinander verbunden sind. Mit vielen neuen Erkenntnissen, kreativen Ideen und unvergesslichen Eindrücken kehrten die Schülerinnen zurück. Und mit dem Bewusstsein, dass jede Einzelne dazu beitragen kann, unsere Wälder und damit auch unsere Zukunft zu schützen.

Martin Bahl

Tag des Waldes 2026